Vivatbänder

 

 

Ein Vivatband ist ein mit Versen, Emblemen, Porträts, militärischen Trophäen, Sieges- und Ruhmeszeichen, allegorischen Figuren etc. bemaltes oder bedrucktes Band, das vom 18. bis ins 20. Jahrhundert zu privaten bzw. staatlichen Gedenktagen an der Kleidung getragen wurde. Das lateinische Vivat („er lebe hoch“) unterstreicht die freudige Feststimmung.Bänder gehören seit langem zum Brauchtum. Die Gruppe der Vivatbänder, die zum Preise besonderer Anlässe erschienen, lassen sich am besten als Widmungs- und Gedenkbänder charakterisieren.

Ihre Bezeichnung ist dem in der Zeit Friedrich des Großen häufig groß mitgedruckten Vivat zuzuschreiben. Die schmalen Bänder mit einer Breite zwischen 3 und 12 cm und einer Länge von 30 cm bis 2 oder 3 m bestanden in der friderizianischen Zeit aus Seide.

Die seit dem Regierungsantritt Friedrichs des Großen nachzuweisenden Vivatbänder, vornehmlich Sieges- und Friedensbänder, hatten ihren Höhepunkt mit dem Ende des Siebenjährigen Krieges überschritten.

 

Band aus goldgelber Seide mit schwarzem Aufdruck.  Unter Zweckinschrift Porträt des Herzogs Ferdinand  von Braunschweig im ovalen mit dem Herzogshut  geschmücktem Rahmen und dem Wappen derer von  Braunschweig.  Darunter Schild mit bourbonischen Lilien, umgeben  von Schlachtutensilien. Gefolgt von einer Lampion  geschmückten Barke. Darunter Zweckinschrift in Versform.

 
 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Vivatband "Der Braunschweigsche Ferdinand jagt jezt die Franzen" Vivatband (Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg)  Band aus rosa Seide mit schwarzem Aufdruck.  Bildmotiv: Auf einer Wolke sitzende Göttin mit Strahlenkranz,  unterhalb eine Putte mit dem Wappen derer von Hannover im  ovalen Rahmen. Darunter Ferdinand von Hannover zu Pferde  mit vor ihm stehender Siegesgöttin.

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vivatband auf die Prinzen von Preußen und Braunschweig, Siebenjähriger Krieg vermutlich Krefeld Rosa Seidenband mit schwarzem Aufdruck. Bildmotiv: Preußischer Adler mit Lilienkränzen in den Fängen, darunter Ensemble aus Krone und Herzogshut mit den dazu gehörenden Porträts und Wappen mit floralen Mustern verziert; gefolgt von einer Zweckinschrift in Versform.